Forscher untersuchen Recyclingmöglichkeiten von Ausbruchmaterial
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"Wir betrachten den Tunnel als Lagerstätte", erklärt der Wissenschaftler. "Darin lagern etwa Rohstoffe, die man in der Bauindustrie oder für Spezialanwendungen verwenden könnte." Wie groß die Kapazität ist, zeigen die Zahlen über Tunnelbauprojekte in der Alpenrepublik: Derzeit sind etwa 200 Kilometer Tunnel in Bau oder Planung. "Interessant sind für unsere Arbeiten aber nur jene Projekte, die frühestens in fünf Jahren starten werden, da wir keine laufenden Projekte stören wollen." An dem Projekt, das auch von der Forschungsförderungsgesellschaft FFG finanziert wird, sind Unternehmen vertreten, die mit dem Tunnelbau zu tun haben, sowie Vertreter aus mehreren wissenschaftlichen Disziplinen wie etwa Tunnelbauingenieure, Geologen und Umweltplaner."
"Kernstück des Projekts ist die Entwicklung eines Labors, in dem vor Ort ausgewertet wird, ob und wie der Ausbruch weiter verwendet werden kann", erklärt der Forscher. Kalk könnte vielleicht an Hüttewerke geliefert werden. Es werde sogar überlegt, das Gesteinsmehl in der Landwirtschaft zu verwenden. "Glimmer ist ein begehrter Rohstoff in der Farbindustrie und könnte statt teuer deponiert zu werden, wieder als Rohstoff verwendet werden", erklärt Galler. "Wir sehen den Tunnelausbruch nicht als Abfall, sondern als hochwertigen Rohstoff, der in den Produktkreislauf zugeführt werden kann." Die Ersparnis liege nicht nur bei den Deponiekosten, sondern auch bei den Transportkosten. "Sehr oft kann das gewonnene Material sogar in der unmittelbaren Gegend weiter verwendet werden", meint der Experte. Dies trage zu einer CO2 Reduktion bei. "Die Entwicklung dieses Standardprüflabors könnte zukünftig die Entscheidung, was mit dem Ausbruchmaterial geschehen soll, erleichtern", meint der Wissenschaftler abschließend gegenüber pressetext.
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